Sa, 12. August 2017

„Im Reichtum der Musik und Tanzstile spricht die Seele eines Volkes zu uns und lädt uns ein zum Tanz“

Meditative und schwungvolle Tänze aus Israel

„So verschieden, wie die Menschen in Israel, sind auch ihre Tänze: mal schwungvoll und mitreißend, freudig und humorvoll, mal innig und gefühlvoll.

Bei meinen Tanz-Seminaren möchte ich meine Begeisterung über diese Reichhaltigkeit tanzend mit anderen teilen. Der Bogen spannt sich von den leichtfüßigen, anmutigen jemenitischen Tänzen über getanzte Psalmen und humorvolle chassidische Tänze bis hin zu den feurigen, kraftvollen Debkas.

Ich wäre glücklich, wenn durch die Tänze bei den Seminarteilnehmern ein Stück jüdischer Kultur lebendig erlebt werden kann.“
Barbara Küpfer

Zur Person:

Barbara Küpfer wurde 1961 geboren und ist Mutter von vier Kindern.

Sie studierte in Freiburg und Jerusalem Musik, Sport und Theologie. Schwerpunkte der Ausbildung lagen einerseits bei den bevorzugten Instrumenten Klavier und Querflöte sowie andererseits der Verbindung von Musik und tänzerischer Bewegung. Die Ausbildung in Freiburg umfasste drei Jahre Ausdruckstanz bei Irene Schwarz sowie Kurse in Tanzimprovisation bei Tai Deharde. Eine weitergehende Spezialisierung auf israelische Tänze und Kindertanz erfolgte während des zweijährigen Studiums in Jerusalem. Neben dem Erlernen der hebräischen Sprache und der Beschäftigung mit jüdischer Religion und Tradition fand sich ausreichend Gelegenheit, in Abendkursen und auf Fortbildungsveranstaltungen traditionelle und moderne Tänze aus dem jüdischen Kulturkreis zu erlernen.

Neben israelischen Tänzen gehören Flamenco, Tango Argentino und modernes Tanztheater zu den besonderen Vorlieben von Frau Küpfer.

Tanzkurse für Erwachsene und Kinder führte sie mit verschiedenen Schwerpunkten für die Pädagogische Hochschule Freiburg, die Heimschule Ettenheim (Schwarzwald), den Sportverein Schweighausen (Schwarzwald), die VHS Wetzlar, die Freie Waldorfschule Marburg sowie privat durch. Frau Küpfer ist die Leiterin der Marburger Gruppe für Israelische Tänze „Kol Ha Leila“, die neben anderen Auftritten bereits mehrere Veranstaltungen der Jüdischen Gemeinde Marburg tänzerisch umrahmt hat.

 

Einlass ab 13.30 Uhr
Beginn: 14 Uhr; Ende: gegen 20 Uhr
Kosten pro Teilnehmer: 25.– EURO
Selbstverpflegung
(Mineralwasser wird bereitgestellt)
Anforderungen: Anfänger bis mittleres Niveau
mitzubringen: Leichte Tanzbekleidung
Kontakt und Anmeldung:
Gerlinde Schultheis
Am Heier 30    
35096 Weimar
Telefon: 06426/1468
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Auszug aus der Presse:

Synagoge in Weimar-Roth
„Tanzend ein Stück Himmel erfahren“

Tanzen in der alten Synagoge in Roth, einem Ort, der vor nunmehr über 62 Jahren Ort so schrecklicher Ereignisse wurde: geschändet, seiner schlichten Schönheit durch brutale Gewalt beraubt, nur knapp der vollständigen Zerstörung entronnen.

Dort tanzen, fröhlich sein, darf man das? Man darf! Ein Tanzseminar ... zeigte Wege auf, eine Zukunft aus der Vergangenheit zu entwickeln. Wege, ein Stück jüdischer Kultur an einem besonderen Ort spürbar werden zu lassen. Wege, die unverkrampft die tiefe jüdische Religiosität und Lebensfreude erlebbar machen.

Gabriele C. Schmitt, die Vorsitzende im „Arbeitskreis Landsynagoge Roth“ konnte zufrieden sein. ... Mit Barbara Küpfer hatte sie eine Tanzpädagogin gewinnen können, die auf hohem Niveau die verschiedenartigsten Tänze aus dem israelischen Kulturkreis vermitteln kann. Großes pädagogisches Geschick und fundierte Kenntnis auch der Entstehungsgeschichte bzw. der religiösen Inhalte ermöglichten jedem Teilnehmer ein tiefes Eindringen in die getanzten Melodien und Texte.

‚Nigun Atik’, die ‚alte Melodie’, im Text an das 4. Buch Mose angelehnt, beschreibt sehr treffend den Freitagabend. Die Atmosphäre ist einzigartig. Rund um einen Fliederstrauß im Zentrum des Tanzkreises stehen Kerzen. Die Gruppe bereitet sich singend und tanzend auf den Shabat vor: „... mit einem Kelch gereiften Weines werden wir noch anstoßen, Freude in Augen und Herz. Gesegnet, gesegnet sind unsere Zelte, der Tanz bricht los...“. Barbara Küpfer gießt den Wein ein, bricht die Challah-Brote, singt die vorgeschriebenen Segenssprüche. Und dann feiert man unter dem gewölbten hölzernen Himmel mit den erkennbaren Resten aufgemalter goldener Sterne gemeinsam den Beginn des Shabat.

Die anderen Tänze des Freitagabend sind ebenfalls eher ruhig, gehen vielfach auf Texte aus Psalmen zurück. Am Samstag dagegen stehen auch einige humorvolle chassidische und anmutige jemenitische Tänze auf dem Programm. Die Vielfalt der stilistischen Einflüsse, denen Tänze in Israel unterworfen sind, wird begreifbar. Hier spiegelt sich der Vordere Orient wider: Araber, Jemeniten, Aramäer prägten und prägen auch die Tänze im Vielvölkerstaat Israel mit.

Das tiefe Erleben der Tänze durch die Gruppe beeindruckt. Küpfer verzichtet immer wieder auf die Musik von der CD, singt stattdessen selbst die Melodien oder Texte. Und die Gruppe übt ernsthaft und vertieft.

Ein Teilnehmer schreibt hinterher ins Gästebuch: „Ich habe an diesem Wochenende tanzend ein Stück des Himmels erlebt!“

Und dabei neues Leben in einen bis in die dreißiger Jahre hinein sehr lebendigen, zentralen Ort im Rother Gemeindebild zurückgebracht. ...